Kein Empfang.
Die Arbeit läuft weiter.
Auf der Baustelle, im Keller, in der Halle und weit draußen auf dem Land ist Empfang die Ausnahme. Eine Anwendung, die dort weiterläuft, wird anders gebaut als eine, die eine Verbindung voraussetzt: Die Daten liegen auf dem Gerät und gehen später raus. Diese Seite geht einen einzigen Fall durch, von der Frage am Anfang bis zum fertigen Bau. Die Abfolge der Entscheidungen erklärt dabei mehr als eine Liste von Merkmalen.
01Ausgangslage
Ein Betrieb mit mehreren Montagetrupps arbeitet an Orten, an denen das Telefon selten mehr als einen Balken zeigt: Rohbau im Untergeschoss, Werkshalle mit Betonwänden, Anlagen weit außerhalb der Ortschaft. Erfasst wird auf einem vorgedruckten Blatt, Maße, entnommenes Material, Auffälligkeiten, Unterschrift des Kunden. Fotos entstehen nebenbei auf dem Telefon und wandern abends über eine Nachricht in die Verwaltung. Dort werden die Blätter abgetippt, die Bilder den Aufträgen zugeordnet und Rückfragen gesammelt, die sich am Bildschirm nicht klären lassen. Der Papierweg trägt den Betrieb seit Jahren. Er verlangt nur, dass jede Angabe zweimal angefasst wird, einmal draußen und einmal drinnen.
02Die Frage vor dem Bau
Zuerst zu klären war, wo die Daten in den Stunden ohne Empfang liegen. Der erste Weg lässt sie auf dem Server: Das Gerät zeigt an, was der Server schickt, und meldet zurück, was eingegeben wurde. Die Folge ist, dass jeder Handgriff eine Verbindung braucht. Im Untergeschoss bleibt die Maske leer, und die Erfassung wartet auf die Rückfahrt. Der zweite Weg legt einen vollständigen Datenbestand auf das Gerät: Erfassen, fotografieren und abhaken laufen ohne jede Verbindung, der Server bekommt alles nach. Die Folge ist eine Aufgabe, die es beim ersten Weg gar nicht gibt. Es muss festgelegt werden, welcher Stand gilt, wenn zwei Geräte dieselbe Angabe geändert haben. Entschieden wurde der zweite Weg. Der Empfang am Einsatzort lässt sich nicht planen, die Erfassung soll trotzdem an jedem Arbeitstag stattfinden.
03Etappen
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01
Das Blatt auseinandernehmen
Der Vordruck wurde Feld für Feld durchgegangen. Entschieden wurde, welche Felder ein Mensch tatsächlich ausfüllt und welche das Gerät selbst kennt: Datum, Uhrzeit, Standort, angemeldete Person, zugehöriger Auftrag. Vier Felder des alten Blattes fielen weg, weil ihre Angabe an anderer Stelle bereits vorlag. Was übrig blieb, bestimmt die Größe der Maske und damit die Zeit, die eine Erfassung an der Wand kostet.
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02
Der Datenbestand auf dem Gerät
Auf dem Telefon entsteht ein eigener Speicher, der das Schließen der Anwendung und den Neustart des Geräts übersteht. Entschieden wurde, dass jeder Eintrag seine Kennung auf dem Gerät selbst bekommt, ohne Rückfrage bei einer zentralen Stelle. Damit ist ein Eintrag vom ersten Tastendruck an eindeutig, auch wenn er tagelang niemanden erreicht.
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03
Fotos, die am Eintrag hängen bleiben
Die Kamera wird aus dem Ablauf heraus geöffnet, nicht als eigene Anwendung daneben. Entschieden wurde, dass jedes Bild noch auf dem Gerät auf eine feste Kantenlänge gebracht wird, bevor es in den Speicher geht. Ein Bild in voller Größe geht bei einem Balken Empfang selten durch, ein verkleinertes fast immer. Die Zuordnung zum Eintrag entsteht dabei im selben Moment wie das Bild und nicht abends aus der Erinnerung.
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04
Die Warteschlange für den Abgleich
Alles, was raus soll, stellt sich in eine Reihe. Entschieden wurde, dass die Reihe von selbst anläuft, sobald wieder Empfang da ist, dass eine abgebrochene Sendung beim nächsten Versuch fortgesetzt wird und dass ein Eintrag erst dann vom Gerät als erledigt gilt, wenn der Server den Empfang bestätigt hat. Ohne diese Bestätigung bleibt er stehen und wird erneut versucht.
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05
Der Test am Einsatzort
Geprüft wurde nicht am Schreibtisch, sondern im Untergeschoss, in der Halle und im Fahrzeug auf der Landstraße. Dabei zeigte sich, was am Bildschirm niemand sieht: Bedienung mit Handschuh, Sonne auf dem Display, ein Akku, der nach sechs Stunden Kamerabetrieb knapp wird. Entschieden wurde daraufhin, die Schaltflächen zu vergrößern und die Anwendung dunkel zu halten, wenn kein Foto ansteht.
04Die zähe Stelle
Die vierte Etappe dauerte länger als geplant. Der Versand selbst stand schnell. Zäh wurde der Fall, in dem zwei Geräte dieselbe Position geändert haben, bevor eines von beiden Empfang bekam. Er tritt selten auf und lässt sich schwer absichtlich herbeiführen, also musste er im Flugmodus mit zwei Geräten Schritt für Schritt nachgestellt werden, bis jede Reihenfolge einmal durchgespielt war. Verändert hat es die Anzeige. Eine Regel, die im Hintergrund entscheidet, welcher Stand gewinnt, wurde verworfen, weil sie in genau den Fällen falsch liegt, auf die es ankommt. Stattdessen legt die Anwendung beide Stände nebeneinander und lässt einen Menschen wählen. Damit steht auch die Grenze fest: Ein Abgleich, der ohne Rückfrage immer richtig entscheidet, entsteht hier nicht.
05Das fertige Ding
- Erfassungsmaske. Die Felder des alten Blattes, bedienbar mit einer Hand und mit Handschuh.
- Speicher auf dem Gerät. Bleibt nach dem Schließen und nach dem Neustart erhalten.
- Kamera im Ablauf. Bilder werden verkleinert und hängen am Eintrag, zu dem sie gehören.
- Warteschlange. Läuft bei Empfang von selbst an und nimmt abgebrochene Sendungen wieder auf.
- Zustandsmarke je Eintrag. Auf dem Gerät, unterwegs, angekommen.
- Gegenüberstellung bei Abweichung. Zwei Stände nebeneinander, die Auswahl trifft ein Mensch.
- Ansicht in der Verwaltung. Eingegangene Erfassungen stehen nach Auftrag beieinander.
- Quelltext, Zugänge und eine Anleitung zum Weiterbetrieb.
06Übertragbares
| Der Datenbestand liegt auf dem Gerät, der Server bekommt ihn nach. | Anders, wenn mehrere Personen gleichzeitig an derselben Zeile arbeiten und die Reihenfolge zählt. Dann führt der Server, und das Gerät hält nur einen Auszug für unterwegs. |
| Jeder Eintrag bekommt seine Kennung auf dem Gerät. | Anders, wenn eine fortlaufende Nummer nach außen geht, etwa auf einem Prüfschein. Die vergibt der Server beim Eingang, die Kennung vom Gerät bleibt daneben stehen. |
| Die Warteschlange läuft von selbst an und wiederholt, bis der Empfang bestätigt ist. | Anders bei großen Dateien wie Videoaufnahmen. Dort wird der Versand an ein bekanntes Funknetz gebunden, damit kein Datenvolumen unbemerkt abfließt. |
| Jeder Eintrag zeigt seinen Zustand, ohne dass jemand nachfragen muss. | Anders, wo eine Freigabe, ein Messwert oder eine Unterschrift dazugehört. Dort kommt ein Zustand hinzu, und er darf erst nach der Prüfung gesetzt werden. |
Anfang eines solchen Falls
Ein Fall dieser Art beginnt mit dem, was Sie heute schon haben: ein ausgefülltes Blatt, ein Musterprotokoll oder das Foto einer Liste. Dazu gehört die Angabe, an welchen Orten der Empfang fehlt, wie viele Geräte gleichzeitig unterwegs sind und wohin die Daten am Ende laufen sollen. Ein Ansprechpartner, der die Felder inhaltlich kennt, sollte erreichbar sein. Aus diesen Unterlagen entsteht der Festpreis, der vor der ersten Arbeitsstunde feststeht. Im einfachsten Fall, einer Erfassung mit Foto und Abgleich, kann ein benutzbarer erster Stand an einem Tag stehen.
Daneben in Anwendungen